Jugendstrafrecht

Das Jugendstrafrecht gilt zunächst und grundsätzlich für Menschen zwischen ihrem 14. und 21. Lebensjahr. Jugendlicher ist, wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Heranwachsender ist, wer das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Das Jugendstrafrecht müsste eigentlich Jugendstrafprozeßrecht heißen. Denn was ein Erwachsener nicht darf, darf ein Jugendlicher (Heranwachsender) auch nicht; insoweit gelten dieselben Vorschriften des StGB (oder der Nebengesetze) wie für Erwachsene.
Nur ist der Gesetzgeber der (wie ich meine richtigen) Ansicht, dass Jugendliche irgendwie anders ticken als Erwachsene und daher auch anders behandelt werden müssen. Dies betrifft nicht nur die Art und Weise, wie ein Strafverfahren gegen Jugendliche (Heranwachsende) zu führen ist, sondern auch die Sanktionen, also die Bestrafung. So sieht das Jugendstrafrecht nicht nur Freiheitsstrafe vor (heißt im Jugenstrafrecht Jugendstrafe), sondern auch Freizeitarbeiten, Jugendarrest, Freizeitarrest, Verwarnung, Auflage etc.; Geldstrafen spielen im Jugendstrafrecht eine recht untergeordnete Rolle, sind aber möglich. All das ist im Wesentlichen im Jugendgerichtsgesetz ("JGG") geregelt.

Im Jugendstrafrecht ist es ratsam, schnellstmöglich Kontakt zur Jugendgerichtshilfe ("JGH") aufzunehmen, um eventuell bereits im Vorfeld einer Strafverhandlung Maßnahmen durchführen zu lassen, die möglicherweise eine Strafverhandlung entbehrlich machen.

Rechtsanwalt Harald Genz-Kuna

 

Rechtsanwalt
Harald Genz-Kuna

Bismarckstr. 54
D-10627 Berlin (Charlottenburg)

0179 / 394 64 96
030 / 383 77 900
030 / 383 77 902
kanzlei@ra-genzkuna.de